Psychotherapeutische Praxis für Erwachsene, Kinder und Jugendliche
Psychotherapeutische Praxis für Erwachsene,Kinder und Jugendliche

Beim Biofeedback werden Patienten eigene Körpersignale z.B. durch Computereinsatz zurückgemeldet, so dass die Person lernen kann, diese Körperfunktionen zu beeinflussen.

Stress, Ängste, Belastungen und Schmerzen sind nur einige Beispiele für Lebensbedingungen, die körperliche Prozesse beeinflussen. Die körperlichen Folgen von Stress (z.B. Muskelverspannungen, Herzbeschwerden, Veränderungen in der Durchblutung) laufen in der Regel ab, ohne dass die Betroffenen diese körperlichen Veränderungen bewusst wahrnehmen. Diese Veränderungen lassen sich jedoch mit technischen Hilfsmitteln registrieren, so dass die Intensität entweder über Töne oder visuell über den Computerbildschirm zurückgemeldet werden kann.

 

Typische Einsatzgebiete des Biofeedback ...

  • Verdeutlichung der Zusammenhänge von psychischen und physiologischen Prozessen
  • Stress, Stressfolgen, Stressbewältigung
  • Chronischer Schmerz (Kopfschmerz, Rückenschmerz, Fibromyalgie u.a.)
  • Hypertonie, Durchblutungsstörungen
  • Unklare körperliche Beschwerden (z.B. Tinnitus, Reizmagen, Reizdarm, somatoforme Störungen u.a.)
  • Schlafstörungen,Sexualstörungen
  • Harn- und Stuhlinkontinenz, Harnverhalt
  • Obstipation
  • Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen
  • Epileptische Erkrankungen
  • Angststörungen, Depressionen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Prävention chronischer Erkrankungen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Psychische Ursachen / psychische Folgen von körperlichen Krankheiten

entnommen: www.dgbfb.de

 

Biofeedback in der Schmerzbehandlung
Das Biofeedbacktraining hat sich als ein wesentlicher und wirkungsvoller Baustein psychologischer Schmerzbehandlung erwiesen. Dabei geht es um eine Form des Lernens mit verbesserter Selbstregulation. 
So kann beim Rückenschmerz die Aktivität der betroffenen Muskulatur gemessen und rückgemeldet werden. Häufig ist mit starken Schmerzen auch eine stärkere Verspannung der Muskelgruppen verbunden. Diese Verspannung kann nun gemessen und rückgemeldet werden. Der Patient muss lernen, diese Verspannung zu beeinflussen, z.B. durch Entspannungstechniken oder durch sich Vorstellen von beruhigenden Situationen. Beim Nervenschmerz hat sich die Rückmeldung der Körpertemperatur an der betroffenen Stelle bewährt. Hier soll der Patient versuchen, die Hauttemperatur zu vermindern, was durch geeignete Temperaturmessgeräte und die Rückmeldung der Temperatur möglich ist. Mit einer bewussten Temperaturerniedrigung geht häufig auch eine Verminderung der Schmerzwahrnehmung einher.
Beim Kopfschmerz vom Spannungstyp, aber auch bei der Migräne, hat sich die Anwendung von auf Muskelspannung reagierende Biofeedbacks z.B. des Stirnmuskels oder der Nackenmuskeln bewährt. Es erfolgt hierbei eine akustische und/oder optische Rückmeldung mit dem Ziel der Verminderung des jetzigen muskulären Erregungsniveaus unter verschiedenen Bedingungen, auch unter Einbezug von Entspannung sowie von Belastungs- und Stresssituationen. Außerdem soll die Wahrnehmung der Anspannung in der Muskulatur gefördert werden. Auf die Bewältigung des akuten Migräneanfalls zielt die sog. „Gefäßverengung“ (Vasokonstriktion)  durch willentliche Verengung der Schläfenarterie ab. Dies erfolgt durch eine andauernde Infrarotmessung, die über den Blutvolumenpuls ein Maß für die Gefäßweite liefert. Durch unmittelbare Rückmeldung dieser Gefäßweite können Möglichkeiten des Patienten zur Gefäßverengung erfasst und trainiert werden. . Dabei kann im schmerzfreien Intervall die Gefäßverengung eingeübt werden und bei  ersten Anzeichen eines Migräneanfalls kann diese Strategie zur Gefäßverengung angewandt werden. In einigen Studien, vor allem bei kindlicher Migräne, hat sich das Handerwärmungstraining (thermales Feedback) als wirkungsvoll erwiesen. Das Kind lernt dabei, die Hauttemperatur an den Händen durch Rückmeldung der Temperatur willentlich zu erhöhen, was physiologisch durch eine Blutumverteilung gelingen kann.
Nähere Informationen findet man auf den Seiten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (www.dmkg.de)

entnommen: www.dgbfb.de

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© Elmar Janzing